Der
Übersetzungsmarkt ist einem starken Konkurrenzkampf
ausgesetzt. Die Preise sinken auf Grund der zahlreichen
Anbieter weltweit, eine Entwicklung, die natürlich
auch von Ihren Sprachkombinationen abhängig
ist.
Kunden,
welche die Dienste eines Sprachexperten benötigen,
schätzen die dahinter stehende Arbeit oft nicht
und betrachten das Bezahlen einer Übersetzung
als notwendiges Übel, wobei sie nicht bedenken,
dass der zu übersetzende Text (sei es ein Handbuch,
eine Präsentation oder Geschäftskorrespondenz)
auch Werbung für Ihr Unternehmen ist, wobei
der Werbesektor während der letzten Jahrzehnte
stetig höhere Gewinne erziehlt hat.
Warum
sollte man also nicht einen Teil dieses Budgets
nehmen und ihn in qualitativ hochwertige Übersetzungen
investieren, welche die Professionalität des
entsprechenden Unternehmens zum Ausdruck bringen?
Dadurch würde die Arbeit des Übersetzers
letzendlich angemessen gewürdigt. Doch es liegt
an uns Übersetzern dem Jammern ein Ende zu
bereiten und endlich unser Schicksal in die Hand
zu nehmen. Zunächst müssen Übersetzer
mehr Selbstbewußtsein und Stolz auf Ihren
Beruf entwickeln. Des weiteren müssen Übersetzer
eine strenge Geschäftsethik entwickeln und
dazu stehen. Und nicht zuletzt sollten Sie mit anderen
in Kontakt treten und Ihre Erfahrungen mit Ihren
Kollegen teilen.
Jeder
der mindestens zwei Sprachen bis zu einem gewissen
Niveau beherrscht kann "übersetzen",
also Wörter aus der einen Srache (der Ausgangssprache)
in eine andere (die Zielsprache) übertragen.
Aber zum Übersetzen gehört wesentlich
mehr als das und viele Menschen - sowohl solche,
die Übersetzungen anbieten als auch solche,
die Übersetzungen benötigen - erkennen
das leider nicht. Worte sind mehr als reine Bedeutung:
sie transportieren Gefühle und kulturelle Verständnisse,
die in einer Sprache vielleicht existieren, in einer
anderen jedoch nicht.
Es
ist daher die Aufgabe des Übersetzers, Zieltexte
zu erstellen, die getreue Kopien des Originals sind,
sich aber lesen lassen, als wären sie Originale
der Zielsprache. Übersetzen ist ein anstrengender
Prozess, den nicht jeder, der zwei oder mehr Sprachen
beherrscht, meistert. Ein guter Übersetzer
liebt Sprachen und geht in seinem Beruf auf.
Das
schließt das Streben nach ständiger Verbesserung
seiner Sprachkenntnisse und des Wissens in dem/den
Spezielgebiet/en ein. Da die am häufigsten
benötigten Übersetzungen "technischer"
Art sind, also aus Bereichen mit spezieller Terminologie,
im Gegensatz zu literarischen Übersetzungen,
muss sich jeder Übersetzer in einem oder mehreren
Gebieten (wie juristische, medizinische, geschäftliche,
IT-bezogene, ... Texte) spezialisieren.
Das
bedeutet, dass man die Entwicklungen in diesen Bereichen
selbst dann verfolgen muss, wenn man eine Zeit lang
keine Aufträge in diesen Spezialgebieten erhält.
Deshalb sollten Sie so viele Zeitungen, Zeitschriften
und andere Publikationen in Ihren Fachgebieten lesen
wie möglich. Versuchen Sie, Ihren Arbeitstag
zu organisieren, was besonders wichtig ist, wenn
Sie von zu Hause aus arbeiten. Teilen Sie Ihren
Kunden mit, wann Sie erreichbar sind, und seien
Sie zu diesen Zeiten auch erreichbar, aber vergessen
Sie nicht, dass keiner rund um die Uhr arbeiten
kann. Freizeit ist genau so wichtig wie geregelte
Arbeitszeiten.
Sie
sollten immer darauf vorbereitet sein, dass sich
potentielle Kunden nach Ihren Preisen erkundigen,
die Sie auswendig kennen sollten. Wenn Sie die Anleitung
Wie berechne ich meinen Preis lesen, bekommen Sie
eine Vorstellung davon, wie hoch Ihr Mindestpreis
liegen sollte. Schlagen Sie auf diesen Preis einen
gewissen Betrag auf, da Sie mit Ihrer Arbeit natürlich
auch einen gewissen Profit erziehlen wollen, anstatt
lediglich Ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Lassen
Sie Ihre Kunden das ruhig wissen.
Das
Aufbauen von Netzwerken ist der Schlüssel zu
erfolgreicher Selbstständigkeit. Das heißt,
Sie sollten Ihre Bewerbung nicht nur an jene Agenturen/Kunden
schicken, die von Ihren Erfahrungen profitieren
könnten, sondern auch mit Ihren Kollegen in
Kontakt treten. Sie werden wahrscheinlich von deren
Erfahrungen profitieren und ihnen helfen können,
wenn Ihr Rat gefragt ist.
Somit
können Sie Werbung für sich selbst machen
und zugleich wertvolle Informationen sammeln. Versuchen
Sie außerdem mit Freiberuflern aus anderen
Bereichen wie Marketingexperten, Webdesignern, Anwälten
usw. Kontakt aufzunehmen. Wer weiß, wann diese
einen Spracheyperten wie Sie benötigen, um
einen Text oder eine Internetseite in eine andere
Sprache zu übersetzen. Und wenn Sie denken,
Sie können einen bestimmten Auftrag nicht erledigen,
dann kennen Sie bestimmt einen Kollegen, den Sie
an den Auftraggeber weiterempfehlen könen.
Die Zufriedenstellung des Kunden hat stets oberste
Priorität. Wenn Sie der Meinung sind, Sie können
die Wünsche eines Kunden nicht zufriedenstellend
erfüllen, dann teilen Sie ihm das mit und empfehlen
Sie ihm, wenn möglichen, einen Ihrer Kollegen.
Wenn
Sie mit Agenturen oder Direktkunden wegen eines
Auftrages in Verbindung treten, dann sollten Sie
alle Zahlungsbedingungen, d.h. Preis pro Ausgangs-
oder Zielwort/-zeile usw., Erhalt der Zahlung (wann
und wie) und so weiter klären, bevor Sie den
Auftrag annehmen. Vergewissern Sie sich, dass Sie
alle nötigen Kontaktinformationen haben. Eine
E-Mail-Adresse genügt nicht; wenn diese Informationen
nicht angegeben wurden, dann fragen Sie Ihren Ansprechpartner
nach seinem kompletten Namen, seiner Anschrift und
Telefonnummer.
Die
Richtigkeit dieser Angaben kann einfach über
das Internet, telefonisch oder andere verfügbare
Mittel geprüft werden. Obwohl das Internet
eine bequeme, schnelle und einfache Methode bietet,
mit Geschäftspartnern auf der ganzen Welt in
Kontakt zu treten, dient es natürlich auch
den schwarzen Schafen in diesem Geschäft, die
die scheinbare Anonymität dieser Technologie
zu Ihrem Vorteil (und auf Kosten anderer) ausnutzen.
Übersetzerportale
wie babelport.com bemühen sich, das Risiko,
das mit diesem Geschäft einhergeht, zu minimieren.
Also bewerten Sie Agenturen oder Direktkunden, für
die Sie gearbeitet haben, um Ihren Kollegen zu helfen.