Durch den regelmäßigen Kontakt mit internationalen Geschäftspartnern
in Ihrem Unternehmen sind Sie erfahren im
Verfassen von fremdsprachigen Geschäftsbriefen.
Auch beim Telefonieren mit deutschsprachigen
Kollegen haben Sie bereits an Routine gewonnen,
und Sie beherrschen die immer wiederkehrenden
Formulierungen problemlos. Der deutsche Geschäftspartner
wird es neben korrekt verfaßten Briefen
und freundlichen Telefongesprächen sehr
begrüßen, wenn er bei einem persönlichen
Besuch in Ihrer Firma ein paar nette Worte
in seiner Landessprache hört.
Ihr Gast wird erfreut über eine Begrüßung in seiner Heimatsprache
sein, die Sie folgendermaßen formulieren
könnten: Herzlich Willkommen bei uns,
Herr Meier. Oder: Wir freuen uns, Sie
in unserer Firma begrüßen zu dürfen,
Frau Elsbach. Eine naheliegende und natürlich
sehr gebräuchliche Einleitung zu einem
Gespräch wäre die Frage nach der
Reise des Geschäftspartners, die Sie
etwa wie folgt stellen können: Wie
war die Fahrt? Oder: Hatten Sie eine
gute/angenehme Reise? Sind Sie mit dem Zug/Auto/Flugzeug
gereist?
Nachdem Sie Ihren Gast nach der Begrüßung in das Büro Ihres
Chefs oder in ein Konferenzzimmer gebracht
haben, können Sie ihm folgendermaßen
einen Sitz anbieten: Nehmen Sie doch bitte
Platz, Herr Ulrich. Oder: Setzen Sie
sich bitte, Herr Grundmann.
Wollen Sie Ihrem Besuch ein Getränk anbieten, so können Sie zu diesem
Zweck folgende Fragen verwenden: Möchten
Sie etwas trinken, Frau Schneider? Ebenfalls
gebräuchlich ist die Frage: Darf ich
Ihnen etwas zu Trinken anbieten/bringen, Herr
Zwickel?
Auch wenn die Deutschen im allgemeinen als sehr ernst und formell angesehen
werden, so wird Ihr Geschäftspartner
sich sicherlich über ein paar persönliche
Fragen oder Bemerkungen freuen, da diese den
geschäftlichen Alltag entspannen. Möchten
Sie sich beispielsweise nach dem Heimatort
Ihres Gastes erkundigen, so können Sie
ihm folgende Fragen stellen: Wo leben Sie
in Deutschland? Welches ist Ihre Heimatstadt
in Deutschland? Wo kommen Sie her? Aus welcher
Gegend kommen Sie? In welchem Gebiet in Deutschland
leben/wohnen Sie?
Ein weiterer Aufhänger für ein allgemeines Gespräch könnte
in Form einer Erkundigung über die Unterkunft
oder den Aufenthaltsort Ihres Besuchers sein.
In welchem Hotel/welcher Pension sind Sie
untergebracht? In welchem Hotel werden Sie
während Ihres Aufenthaltes hier wohnen?
Eine weitere Einleitung zu einem kleinen Gespräch
könnte etwa die folgende Frage darstellen:
Waren Sie schon einmal in Belgien? Oder:
Kennen Sie diese Stadt schon? Sind Sie
zum ersten Mal in Belgien?
Möchten
Sie dem deutschen Geschäftspartner Ihrer
Firma die Rückreise erleichtern, so würde
er sich gewiß freuen, wenn Sie ihm ein
Taxi rufen oder ihm eine andere Möglichkeit
bieten könnten, ihn zum Bahnhof zu begleiten:
Darf ich Ihnen vielleicht ein Taxi rufen?
Oder: Darf
Sie mein Kollege zum Bahnhof/zur U-Bahnstation
oder zum Flughafen begleiten? Möchten
Sie zum Bahnhof/zur U-Bahnstation oder zum
Flughafen gebracht/begleitet werden?
Sicherlich möchten Sie Ihren Besuch nicht abfahren lassen, ohne ihm eine
gute Heimreise zu wünschen. Auch hierfür
sind mehrere Formulierungen gebräuchlich:
Kommen Sie gut nach Hause. Oder: Ich
wünsche Ihnen eine angenehme Fahrt. Oder:
Ich wünsche Ihnen eine schöne/angenehme
Heimreise.
Zuletzt möchten Sie sich vielleicht bei Ihrem ausländischen Gast für
seinen Besuch bedanken und ihn auf ein Wiedersehen
ansprechen. Wollen Sie Ihren Gast auf sehr
formelle Weise verabschieden, so wären
die Sätze: Vielen Dank für Ihren
Besuch. Wir hoffen sehr, Sie bald wieder bei
uns begrüßen zu dürfen angebracht.
Ist das Verhältnis etwas vertrauter,
so wäre etwa folgende Verabschiedung
möglich: Schön, daß Sie
uns besucht haben. Wir freuen uns auf ein
Wiedersehen. Oder: Danke für Ihren
Besuch und bis bald/bis zum nächsten
Mal.
Auch die Frage: Hatten Sie hier einen angenehmen
Aufenthalt? wäre in diesem Kontext
angebracht.
Freundliche Worte in der Heimatsprache kommen bei jedem Gast gut an.